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Land & Leute

Vulkanismus und Entstehung

Die gesamten Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Vor etwa 36 Millionen Jahren begann sich der Sockel der Kanaren zu bilden. Die tektonischen Platten Afrikas und des Atlantiks verschoben sich durch den Kontinentaldrift und es entstanden Risse, da die Erdkruste nur wenige Kilometer dick war. Durch diese Risse und die unterseeischen Vulkanausbrüche konnte heißes Magma ausströmen. Es sammelte sich eruptives Material an und bildete so den Sockel der Inseln. Das Aussehen der Inseln an der Oberfläche wurde durch spätere Vulkanausbrüche gestaltet.

Das Erscheinen der Inseln über dem Meeresspiegel erfolgte von Osten nach Westen. Fuerteventura und Lanzarote entwickelten sich von etwa 20 Millionen Jahren, danach folgten Gran Canaria vor ca. 15 Millionen Jahren, Teneriffa und La Gomera vor etwa 12 Millionen Jahren und La Palma und El Hierro vor nur ca. 2 bis 3 Millionen Jahren.

Vor etwa 5 Millionen Jahren entstand der Großteil von Fuerteventura. Das Wetter und der Wind trugen in den Jahrmillionen zu einer starken Erosion bei. Die letzten vulkanischen Aktivitäten fanden vor 4.000 bis 5.000 Jahren auf Fuerteventura statt. Die Ausbrüche, die vor der letzten Ausbruchsserie stattfanden, sind etwa 690.000 Jahre her.
Die höchste Erhebung von Fuerteventura ist der Berg Pico de la Zarza mit einer Höhe von 807 Metern. Er wird auch Pico de Jandía genannt, da er sich auf der gleichnamigen Halbinsel befindet.

Der jüngste Vulkan ist Montaña de Arena mit einer Höhe von 420 Metern über dem Meeresspiegel. Bei seinem letzten Ausbruch vor etwa 4.000 Jahren floß die Lava bis nach Lajares. Daß diese Ausbrüche zu den jüngsten gehören, erkennt man an den geringen Verwitterung und daran, daß sich noch keine Kalkverkrustung gebildet hat. Dieses Gebiet wird auch als schlechtes Land, Malpaís, bezeichnet, da dort so gut wie nichts wächst.
Das Alter der Lava kann man an dem Bewuchs feststellen, denn bis auf Lavagestein etwas wachsen kann, vergehen mehrere Hundert Jahre. Deshalb sind Vulkanlandschaften meistens sehr karg. Erst wachsen Flechten, später können die ersten Sträucher die Gebiete erobern.

Eigentlich ist Lava der Ausdruck für einen flüssigen Brei aus Gestein, aber er wird umgangssprachlich auch verwendet, wenn man von einem erkalteten Strom spricht. Flüssige Lava kann sehr schnell sein, sie kann mehrere Meter pro Sekunde zurücklegen. Bereits bei ungefähr 1.100°C beginnt sie sich zu verfestigen, bei etwa 760°C erstarrt die Lava.





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