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Land & Leute

Isla de Lobos

Die unbewohnte Insel Isla de Lobos gehört zur etwa 6 Kilometer entfernten Gemeinde La Oliva im Norden von Fuerteventura. Das nicht ganz fünf Quadratkilometer große Inselchen liegt in der Meerenge El Río nördlich von Fuerteventura und südlich von Lanzarote. Die höchste Erhebung ist der Berg Montaña de Lobos mit einer Höhe von 127 Metern über dem Meeresspiegel. Wer eine Wanderung zum Gipfel unternimmt, wird mit einem phantastischen Ausblick über die Insel Lobos und auf die Nachbarinsel Fuerteventura belohnt.

Im 15. Jahrhundert erhielt das Inselchen seinen Namen von den Mönchsrobben (Monachus), die im Spanischen Lobos Marineros genannt werden. Dies kann man wiederum mit Seewölfe übersetzen, da lobo im Spanischen Wolf bedeutet. Für die Seefahrer waren die Robben ein guter Lieferant für Fleisch und Fell, so daß sie bereits innerhalb eines Jahrhunderts ausgerottet wurden.

In den Jahren 1402 bis 1405 diente die Insel Jean de Béthencourt als Versorgungsbasis und Ausgangspunkt für Eroberungsversuche nach Fuerteventura.

Der Leuchtturm Faro de Martiño wurde 1863 errichtet und dann 1865 in Betrieb genommen. Die Schriftstellerin und Töpferin Josefina Pla aus Paraguay wurde 1909 in diesem Leuchtturm geboren. Nach der Automatisierung verließ der letzte Leuchtturmwächter, Antonio Hernández Páez oder auch Antoñito el Farero genannt, im Jahr 1968 mit seiner Familie den Leuchtturm und die Insel.

Seit 1982 steht die Insel unter Naturschutz, im Jahre 1994 wurde der Naturpark Parque Natural del Islote de Lobos deklariert, der eine Größe von knapp 500 ha aufweist. Die Isla de Lobos ist in zwei Gebiete geteilt, ein Bereich darf von der Allgemeinheit genutzt werden, der andere Bereich ist ein Reservat und darf nicht betreten werden. Auf der Insel gibt es etwa 130 Pflanzenarten, die zum Teil endemisch sind. Die Landschaft der Insel ist geprägt von halophilen Pflanzen und kleinen Lagunen, die man besonders im Nordosten findet. Auf dem rauen Land, dem Malpaís, gibt es überall kleine Vulkanöfchen, die hier Hornitos genannt werden. Noch heute findet man einige Überreste der Zisternen (Aljibes) der Bauern, die sich im 19. Jahrhundert auf der Insel angesiedelt hatten.

Mit einer kleinen Personenfähre gelangt man in etwa 15 Minuten von Corralejo im Norden von Fuerteventura zu dem kleinen Anleger El Muelle auf der Isla de Lobos. In der Nähe des Anlegers gibt es das Örtchen Casas del Puertito, in dem es zwei Restaurants und einige Ferienhäuser von Einheimischen gibt. In diesem pitoresken Weiler scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.
Wenn man die Isla de Lobos besucht, sollte man die Badekleidung nicht vergessen. Es gibt wunderschöne Strände mit weißem Sand und einige verträumte Badebuchten, die zum Sonnen und Ausruhen einladen.





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