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Die Cueva del Llano de Villaverde ist eine Lavahöhle in Villaverde. Sie ist etwa 600 Meter lang, 7 bis 12 Meter breit, drei bis fünf Meter hoch und ihr Alter wird auf ca. eine Million Jahre geschätzt. Die durch Lava geformte Vulkanhöhle ist eine uralte paläontologische Fundstätte, in der man Jahrtausend alte Überreste von Schnecken, Wirbeltieren und Pflanzen in der erstarrten Lava gefunden hat. Die Fossilien entstanden durch die Sedimentablagerungen, die sich im Laufe der Jahrtausende entstanden. An den Ablagerungen kann man erkennen, daß sich in fünf Phasen zwei feuchte mit drei trockenen Perioden abgewechselt haben.
Im Laufe der Geschichte hat die Höhle schon für verschiedenste Zwecke gedient, so wurde sie zur Unterbringung von Dromedaren ebenso genutzt wie als Waffendepot. Deshalb hat es sich die Inselregierung zur Aufgabe gemacht die Lavahöhle mit ihrem einmaligen Ökosystem zu schützen. Deshalb ist sie nur noch mit geleiteten Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich. Noch vor wenigen Jahren konnte jeder die Höhle frei betreten, doch seit 2006 ist dies nur noch mit den fachkundigen Führern machbar. Das ist nicht nur für die Flora und Fauna der Lavahöhle von Vorteil, sondern ist auch ein wichtiger Aspekt der Sicherheit der Besucher.
Auch heute noch findet man hier ein einzigartiges Ökosystem vor. Hier lebt eine blinde, endemische Spinnenart mit dem lateinischen Namen Maiorerus randoi, die sich hervorragend an die Bedingungen in dem Lavatunnel angepaßt hat. Eine weitere Spinnenart, die in dieser Dunkelheit heimisch ist, ist die Spernophorides fuertecavensis. Um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, die in der Lavahöhle existiert, zu schützen, sind die Führungen so ausgelegt, daß nicht zu viele Besucher das sonst stabile Klima stören. Um das Gleichgewicht in der Waage zu halten, wurde keine elektrische Beleuchtung installiert, die Besucher werden mit Taschen- und Helmlampen ausgestattet.
Am Höhleneingang, genauer gesagt unterirdisch, befindet sich das Informationszentrum Centro de Interpretación Cueva del Llano, bei dem man sich für eine Führung anmelden kann. In dem Informationszentrum befindet sich außerdem ein Museum mit einer Ausstellung, in der man sich mit den Gegebenheiten der Höhle vertraut machen kann. Es gibt Bilder, verschiedene Anschauungsobjekte und Bildschirme, die in mehreren Sprachen über die Tiere in der Höhle, die Evolution, dem Vulkanismus und die geologische Geschichte von Fuerteventura informieren.
Die Führungen finden etwa alle 30 Minuten statt und werden in Spanisch, Englisch oder Deutsch angeboten. Bei einer Besichtigung sollte man festes Schuhwerk tragen, Helme und Lampen werden gestellt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr. |


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